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30. Ausgabe · 2029

Burg Taufers

Das große Finale der Kulturserie

Das Motiv

Geschichte in Bewegung.

Seit dem 13. Jahrhundert · über 60 Räume · eine der besterhaltenen Burgen Südtirols

Burg Taufers zählt zu den eindrucksvollsten und besterhaltenen Burganlagen Südtirols. Sie thront auf einem Felssporn oberhalb von Sand in Taufers am Eingang des Ahrntals und beherrscht seit rund 800 Jahren den Übergang zwischen Tauferer Tal und Ahrntal. Durch ihre strategisch günstige Lage konnte sie wichtige Handels- und Verkehrswege überwachen.

Die Anfänge der Herrschaft Taufers reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück. Die edelfreien Herren von Taufers werden erstmals 1136 urkundlich erwähnt. Anfang des 13. Jahrhunderts, spätestens um 1225, errichteten sie die heutige Burg als großzügigen Herrschaftssitz. Bereits die ursprüngliche Anlage bestand aus einem mächtigen Bergfried, einem Wohnturm, einem Palas und einer Ringmauer.

Nach dem Aussterben der Herren von Taufers im 14. Jahrhundert ging die Burg zunächst an die Grafen von Tirol und später an die Fürstbischöfe von Brixen über. Im 15. und 16. Jahrhundert wurde sie umfassend erweitert. Aus der wehrhaften Ritterburg entwickelte sich eine repräsentative Schlossanlage, die zugleich Wohnsitz und Verwaltungszentrum war.

Mit dem Ende ihrer militärischen Bedeutung begann im 18. und 19. Jahrhundert der Verfall. Erst 1903 kaufte der Wiener Industrielle Ludwig Lobmeyr die beschädigte Burg und ließ sie aufwendig restaurieren. Seit 1977 befindet sich Burg Taufers im Besitz des Südtiroler Burgeninstituts, das sich bis heute um ihre Erhaltung und Erforschung kümmert.

Heute umfasst die Burg mehr als 60 Räume. Besonders sehenswert sind die mittelalterliche Burgkapelle mit Fresken aus der Werkstatt Michael Pachers, die Ritterstube, die Bibliothek, die Waffenkammer und die mittelalterliche Küche. Als Motiv der 30. Ausgabe bildet Burg Taufers den kraftvollen Abschluss der fünfjährigen Sammelserie.

Foto: © TV Ahrntal – Martin Zimmerhofer