Geschichte in Bewegung.
Schloss Bruneck ist das Wahrzeichen der Stadt Bruneck im Pustertal. Es wurde um das Jahr 1250 vom Brixner Fürstbischof Bruno von Kirchberg erbaut, der auch die Stadt Bruneck gründete. Das Schloss diente zunächst als befestigte Residenz und Verwaltungszentrum des Bistums Brixen. Gleichzeitig sollte es die wichtige Handelsstraße durch das Pustertal sichern und die Herrschaft des Fürstbischofs in der Region festigen. Sowohl die Stadt als auch das Schloss tragen den Namen ihres Gründers.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Burg mehrfach erweitert und den jeweiligen Bedürfnissen angepasst. Aus der ursprünglich wehrhaften Anlage entwickelte sich eine repräsentative Schlossanlage mit Wohnräumen, Wirtschaftsgebäuden und einer Kapelle. Besonders im 15. und 16. Jahrhundert erhielt das Schloss zahlreiche Umbauten. Während kriegerischer Auseinandersetzungen und politischer Veränderungen verlor die Festung jedoch nach und nach ihre militärische Bedeutung.
Im 19. Jahrhundert befand sich das Schloss zeitweise in einem schlechten Zustand und wurde unterschiedlich genutzt. Erst im 20. Jahrhundert begann eine umfassende Restaurierung, um das historische Bauwerk zu erhalten. Dabei wurden viele mittelalterliche Elemente freigelegt und sorgfältig saniert.
Heute befindet sich im Schloss das MMM Ripa, eines der Museen des Südtiroler Extrembergsteigers Reinhold Messner. Das Museum wurde 2011 eröffnet und widmet sich den Bergvölkern der Welt. Es zeigt, wie Menschen in den Gebirgsregionen Asiens, Afrikas, Südamerikas und Europas leben, wohnen und ihre Kultur bewahren. Der Name „Ripa“ stammt aus dem Tibetischen und bedeutet „Bergmensch“.
Neben dem Museum beeindruckt Schloss Bruneck durch seine gut erhaltene Ringmauer, die Türme, den Innenhof sowie den herrlichen Ausblick über die Stadt und das Pustertal. Die Anlage verbindet mittelalterliche Geschichte mit einem modernen kulturgeschichtlichen Museum und zählt heute zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Südtirols.
Foto: © IDM Südtirol / Harald Wisthaler